Vor vielen Jahren
haben die Zweibeiner gedacht, das es vollkommen ausreicht uns in einen Käfig
von der Größe eines Handtuchs zu setzen und gut ist es.
Zum Glück gibt es aber auch Zweibeiner die darum Kämpfen uns ein Artgerechtes
Leben zu ermöglichen.
Zum Platzangebot kann ich nur sagen umso größer umso besser, das ist ja leider
nicht immer machbar auch, wenn der gute Wille vorhanden ist.
Viele von uns Leben in einer Menschenhölle genannt Wohnung dort sollte uns
mindestens 2qm pro Fellnase zur Verfügung stehen und das 24 Stunden lang.
Denn, wenn ihr Menschen schlafen geht dann wollen wir Party machen, da wollen
wir rennen, hüpfen und hacken schlagen, das können wir aber leider nicht, wenn
man uns über Nacht in einen Käfig sperrt.
Sicher verstehe ich eure Angst das wir euch eure Möbel zerlegen, das ist ganz
einfach unter Kontrolle zu bringen, denn im Zoofachhandel oder über Ebay kann
man günstig Gehegeelement ergattern. Sie sollten mindestens 80 cm hoch sein denn
einige von uns sind wahre Ausbrecherkönige und eine Höhe von 60cm ist für
einige ein Witz, das wird in einem Satz übersprungen.
Mit diesen Dingern kann man seine Lieblingsstücke super vor uns schützen und
man kann uns unser Zuhause eingrenzen so dass wir wissen wo wir hingehören.
In unserem so entstandenen Gehege sollte man uns eine Toilette zur verfügung
stellen, die man am besten mit Holzpelletts oder Strohpeletts fühlt und mit Heu
abdeckt.
Das Heu ist natürlich zum fressen da aber auch das uns die Pelletts nicht so an
den Füssen weh tun.
Diese Pelletts saugen sehr gut und halten den Geruch so einigermaßen unter Kontrolle.
Als Toiletten taugen super gut Katzenklos oder die Unterschale eines alten
Käfigs.
Bitte, bitte den Käfig ohne das Oberteil nutzen, da wir es lieben auf Emporen
zu sitzen um von oben herab zuschauen. Wir würden uns auch auf das Käfigoberteil
setzen wollen selbst, wenn ein Handtuch auf das Gitterteil gelegt wird würde
es uns vor schweren Verletzungen nicht schützen.
Schnell kann es passieren das wir mit einem Bein in einen Gitterspalt rutschen
und uns ein Bein beim runterspringen brechen können, wenn denn das Oberteil
drauf bleiben soll dann bitte ein Holzbrett fest montieren.
Da wären wir auch schon beim Thema Emporen, wir lieben es wie schon gesagt sehr,
einen Aussichtspunkt zu haben auf dem wir es uns Bequem machen können und die Umgebung
im Auge behalten können.
Auch einen Tunnel und Höllen lieben wir sehr, denn wie in der Natur mögen wir es
uns zu verstecken da kämme uns so ein
Tunnel oder ein Hölle gerade recht.
Tunnels kann man aus Stoff kaufen oder auch ein Abflussrohr aus dem Bauhaus tut
da gute dienste.
Höllen könnte ein alter Pappkarton sein oder ein schickes Hasenhaus aus Holz.
So das wäre es schon für Innen, nun gehen wir raus ins grüne.
Außenhaltung ist natürlich auch eine wunderschöne Sache.
Ich lebe schon immer Außen und liebe es mir die Sonne auf den Rücken scheinen
zu lassen oder mir den Wind um die Ohren wehen zu lassen.
Also, wenn man uns das ganze Jahr draußen halten möchte gibt es einiges zu
beachten.
Auch hier ist natürlich Platz angesagt, denn im Winter brauchen wir diesen
Platz um uns Warm zulaufen auch hier mindestens 2qm pro Tier auf einer Ebene.
Dann brauchen wir einen trockenen, Windgeschützten Platz, ein Plätzchen wo wir
uns zurückziehen können sollte es uns doch einmal zu kalt werden.
Kälte verkraften wir viel besser als Hitze deshalb sollte uns im Sommer
unbedingt ein Schattenplätzchen zur Verfügung stehen.
Auch hier draußen freuen wir uns über einen Tunnel und einige Aussichtspunkte. Zum
Punkt Sicherheit, gilt es zu beachten, das einige Feinde hier draußen auf uns
warten in Form von Raubvögeln, Füchsen,
Marder oder auch einmal die Katze oder der Hund vom Nachbarn.
Das ist der Grund weshalb die Außengehege besonders gesichert sein müssen.
Da sollte man auf den Draht achten, den normalen 6-Kantdraht kann ein Marder zerbeißen,
also bitte nur den Vollieredraht benutzen.
Auch nach unten muss gesichert werden, denn wir sind begnadete Gräber und in
einer Nacht werden wir es schaffen uns frei zu graben, wenn man uns lässt und
wo wir raus kommen kommt auch ein Marder rein.
Wenn der Draht verzinkt ist kann man ihn super vergraben und uns die
Möglichkeit geben unserem Urinstinkt das Graben weiterhin nach zugehen.
Im Sommer muss man besonders auf Madenbefall achten, gerade die Alten unter uns
neigen schon mal zu Durchfall und das bekommen diese Fliegen sofort mit und
versuchen ihre Eier auf uns abzulegen.
So schnell könnt ihr nicht schauen und aus den Eiern schlüpfen Maden die in uns
eindringen und uns von innen auffressen.
Eine schaurige Vorstellung findest du nicht auch?
Auch das Impfen darf nicht vergessen werden, da ist es ganz egal ob Außen oder
Innen denn diese Krankheiten werden von Stechfliegen übertragen und die
schaffen es auch in den zweiten Stock durch ein Fenster zu kommen.
Deshalb bitte 2 mal im Jahr gegen Myxomathose und einmal im Jahr gegen RHD
impfen lassen.
Wenn es denn wirklich einmal sein muss das ihr uns auf den Arm nehmen
müsst/wollt dann solltet ihr folgendes Wissen, für uns ist das Hochnehmen
verbunden mit sehr großer Angst.
Da wir normaler Weise NUR auf dem Boden leben, wenn dann plötzlich uns dieser
Boden genommen wird, können wir das nicht verstehen, haben Panik das ein
Fressfeind uns vielleicht erwischt hat.
Aber wie gesagt sollte es doch mal vorkommen dann bitte nicht an den Ohren
ziehen, uns auch bitte nicht am Nacken krappschen das tut uns weh.
Am besten mit einer Hand unter dem Po, die andere unter die Vorderbeine.
Vorsicht, es kann passieren dass wir anfangen zu zappeln, wenn ihr uns dann
fallen lasst kann es zu Verletzungen
kommen.
So, war es das??
Bestimmt habe ich was vergessen, oder ihr habt noch fragen dann fragt bitte
einfach.
Es gibt nämlich keine dummen Fragen, nur dumme Antworten, wenn ich kann werde
ich sie euch alle beantworten und wenn ich es nicht kann werde ich mich schlau
machen. Ganz liebe Grüße euer Willi von der Insel